Laufende Forschungsprojekte


VisaS - Visualisierung studentischer Schreibkompetenzen

seit 2016

Projektverantwortliche: Dr. Stephanie Dreyfürst, Projektkoordination: NN, Projektmitarbeiter*innen: NN

Kooperation zwischen dem Schreibzentrum, dem Institut für England- & Amerikastudien und der Stabsstelle für Lehre & Qualitätssicherung, Goethe-Universität

Schreibkompetenz zählt zu den wichtigsten Schlüsselkompetenzen, die Studierende während ihres Studiums ausbauen sollen. Gleichzeitig gehört die Messung von Schreibkompetenz und der Nachweis, welche Maßnahmen dem Ausbau disziplinärer Schreibkompetenz auf welche Weise beeinflussen, zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Bereich der Angewandten Schreibwissenschaft. In Kooperation vom Schreibzentrum mit Expert*innen für Linguistik und Computerlinguistik sowie für die Visualisierung von Daten entsteht zur Zeit eine Software, mit der studentische Texte qualitativ und evidenzbasiert untersucht werden: Anhand unterschiedlicher Merkmale (z.B. deren Argumentationsstruktur, Syntax, Hinweise auf Leserlenkung) soll visualisiert werden, ob die untersuchten Texte adäquat auf fachliche Schreibaufgaben antworten, sich nach Feedback in Bezug auf die untersuchten Merkmale ändern und ob sie sich (über den gesamten Studienverlauf betrachtet) an fachliche Konventionen anpassen.

Gefördert vom Studienstrukturprogramm des Landes Hessen

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Begleitforschung zum Writing Fellow-Programm

seit WiSe 2015/16

Projektverantwortliche: Dr. Stephanie Dreyfürst und Lena Opitz, LuQ - Stabsstelle für Lehre und Qualitätssicherung

Mit Hilfe von Fragebögen werden die Studierenden zu Beginn und am Ende des Semesters anhand identischer Items zu ihrer wahrgenommenen Schreibkompetenz, zu bisherigen Schreiberfahrungen (bspw. Häufigkeit zu bereits verfassten Textsorten) und zu ihrer Person (bspw. Semesterzahl, Studienfach) befragt. Am Ende des Writing Fellow-Kurses geben sie darüber hinaus auch Auskunft, ob sie die intendierten Lernziele des Programms erreicht haben und wie die Zusammenarbeit mit dem Writing Fellow verlief. Lehrende und Writing Fellows werden anhand von Fragebögen mit teilweise offen formulierten Fragen um Reflexion und Bewertung gebeten. Die Erhebung nutzt u.a. die lernzielorientierte Evaluation des Schreibalabors Bielefeld (BILOE) und den Fragebogen zur Selbstwirksamkeitserwartung (Klingsiek/Golombek, s.u.).

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Writing Fellows. Literale Kompetenzen in den Fächern fördern

seit 2015

Dr. Stephanie Dreyfürst, Habilitationsprojekt

Das Habilitationsprojekt erforscht die Bedingungen, unter denen ein Programm wie das Writing Fellow-Programm seine intendierte Wirkung in den Fächern entfalten kann. Zu Beginn der 1980er Jahre in den USA entwickelt, zielen WF-Programme zum einen auf die Förderung literaler Kompetenzen bei den Studierenden ab. Zum anderen sollen sie jedoch auch die Lehrpraxis der Lehrenden und deren Haltung gegenüber Peer-Learning und -Feedback ändern. Die Datenerhebung erfolgte mittels leitfadengestützter Experteninterviews, die an drei verschiedenen Standorten in den USA geführt wurden. Eine qualitative Inhaltsanalyse anhand übergeordneter Kategorien ermöglicht einen tieferen Einblick in die institutionellen Bedingungen und Anforderungen an ein Angebot, das im Sinne des “writing to learn”-Ansatzes (WTL) Schreiben als Denk- und Lerninstrument wieder mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt.

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Produktivität beim Schreiben. Eine qualitative Studie zu Schreib(entwicklungs)prozessen bei Studierenden

seit 2014

Dr. Nadja Sennewald, Habilitationsprojekt

In der qualitativen Studie wird der Frage nachgegangen, welche Faktoren die Produktivität beim Schreiben beeinflussen. Das Datenkorpus besteht aus insgesamt 107 schriftlichen Reflexionen, in denen Studierende ihre Lernprozesse in schreibintensiven Seminaren in der Germanistik darstellen. Ausgewertet werden die Daten mit Hilfe der analytischen Verfahrensweisen der Grounded Theory-Methodologie.

Theorien aus der Textlinguistik werden zusammengeführt mit Schreibprozesstheorien aus der kognitiven Psychologie und mit Lerntheorien aus der pädagogischen Psychologie. Analysiert wird in einem ersten Schritt, welche inneren und äußeren Faktoren die Produktivität beim Schreiben entweder fördern oder behindern können, um in einem zweiten Schritt ein theoretisches Modell daraus abzuleiten.

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Fragebogenerhebung zur Erfassung der Selbsteinschätzung der Schreibkompetenz und Selbstwirksamkeitserwartung beim Schreiben von Studierenden in den Geisteswissenschaften

seit 2014

Projektverantwortliche: Dr. Nadja Sennewald; Forschungskooperation mit Jun.-Prof. Dr. Katrin Klingsieck und Dipl. Psych. Christiane Golombek, Universität Paderborn, und Dipl. Soz. Caroline Scherer, Goethe-Universität Frankfurt

Die Studie untersucht, ob und inwiefern sich Studierende, die Angebote des Schreibzentrums der Goethe-Universität Frankfurt nutzen, von Studierenden, die diese Unterstützungsangebote nicht nutzen, hinsichtlich ihrer Schreibkompetenz sowie ihrer Fähigkeit zur Selbstregulation beim Schreiben unterscheiden. Insgesamt nahmen 778 Studierende (72 % weiblich) an der Studie teil, von denen 34 % Angebote des Schreibzentrums in Anspruch nahmen (10  % Beratungen, 24 % Workshops).

Erste Auswertungsergebnisse deuten darauf hin, dass Studierende, die Angebote des Schreibzentrums (Schreibberatung und/oder Workshops) nutzen, weniger positive Affekte mit dem Schreiben verbinden und auch weniger Strategien kennen, um das eigene Affekterleben beim Schreiben positiv zu beeinflussen. Darüber hinaus scheinen sich Studierende, die die Schreibberatung besuchen, in bestimmten Phasen des Schreibens unsicherer in Bezug auf ihre Selbstregulationskompetenzen wahrzunehmen, als Studierende, die die Schreibberatung nicht in Anspruch nehmen.

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Evidenzbasierte Konzeption schreibdidaktischer Ansätze zur Unterstützung mehrsprachiger Studierender

seit 2014

Projektverantwortlicher: M.A. Daniel Spielmann

Im Zuge der Internationalisierung des europäischen Hochschulraumes erfährt die Zielgruppe mehrsprachiger Studierender zunehmend Beachtung. An der Goethe-Universität bringt rund ein Viertel einen Migrationshintergrund - und damit mehrsprachige Erfahrung - mit in ihr Studium. Für fast 10.000 Frankfurter Studierende ist Deutsch damit nicht die einzige Sprache, die für die Auseinandersetzung mit der Wissenschaftssprache Deutsch zur Verfügung steht. Dies geht mit individuellen Herausforderungen aber auch Chancen einher, die beim akademischen Schreiben besonders zum Tragen kommen. Der zum Sommersemester 2014 eingerichtete Arbeitsbereich verknüpft eine dezidiert schreibdidaktische Perspektive mit Elementen der Sprachlernberatung. Im Rahmen der Begleitforschung werden unterschiedliche theoretische Ansätze verknüpft. Ziel ist neben der Entwicklung und Erprobung des Konzeptes auch die wissenschaftliche Evaluation und die Einspeisung der Erkenntnisse in die Diskursgemeinschaft.

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Schreiben in digitalen Umgebungen: Makertext als multimodales Schreibarrangement

seit 2014

Projektverantwortlicher: M.A. Daniel Spielmann

Digitale Schreibumgebungen bieten Lehrenden viel Spielraum für die Entwicklung neuer Schreibaufgaben, mit denen sich sowohl Schreibkompetenzen als auch informationstechnische Kompetenzen Studierender unterstützen lassen. Ein “Makertext” ist ein Schreibarrangement, das eine Gruppe von Schreibenden zur synchronen, kooperativen Abfassung eines multimodalen Textes anregt. Ausgehend von einem konkreten Schreibanlass finden sich mehrere Schreibende zeitgleich in einem Onlinedokument ein, um die Schreibaufgabe gemeinsam zu bearbeiten. Je nach didaktischer Zielsetzung lässt sich die Textproduktion durch den Einbezug digitaler Artefakte anreichern. So entstehen dann “multimodale” Texte, die unterschiedliche Sinne der Rezipient*innen ansprechen. Das Potenzial dieses Schreibarrangements ist nicht nur aus schreib- und mediendidaktischer Perspektive interessant; entsprechende didaktische Modellierung vorausgesetzt, kann auch die Fachlehre von diesem Aufgabensetting profitieren.

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