Laufende Forschungsprojekte


VisaS - Visualisierung studentischer Schreibkompetenzen

seit 2016

Projektkoordination: Dr. Lena Krian

Kooperation zwischen dem Schreibzentrum, dem Institut für England- & Amerikastudien und der Stabsstelle für Lehre & Qualitätssicherung, Goethe-Universität

Schreibkompetenz zählt zu den wichtigsten Schlüsselkompetenzen, die Studierende während ihres Studiums ausbauen sollen. Gleichzeitig gehört die Messung von Schreibkompetenz und der Nachweis, welche Maßnahmen dem Ausbau disziplinärer Schreibkompetenz auf welche Weise beeinflussen, zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Bereich der Angewandten Schreibwissenschaft. In Kooperation vom Schreibzentrum mit Expert*innen für Linguistik und Computerlinguistik sowie für die Visualisierung von Daten entsteht zur Zeit eine Software, mit der studentische Texte qualitativ und evidenzbasiert untersucht werden: Anhand unterschiedlicher Merkmale (z.B. deren Argumentationsstruktur, Syntax, Hinweise auf Leserlenkung) soll visualisiert werden, ob die untersuchten Texte adäquat auf fachliche Schreibaufgaben antworten, sich nach Feedback in Bezug auf die untersuchten Merkmale ändern und ob sie sich (über den gesamten Studienverlauf betrachtet) an fachliche Konventionen anpassen.

Gefördert vom Studienstrukturprogramm des Landes Hessen

top


Begleitforschung zum Writing Fellow-Programm

seit WiSe 2015/16

Projektverantwortliche: Dr. Stephanie Dreyfürst (bis 08.2018), Dr. Nora Hoffmann (ab 11.2018) und Lena Opitz, LuQ - Stabsstelle für Lehre und Qualitätssicherung

Mit Hilfe von Fragebögen werden die Studierenden zu Beginn und am Ende des Semesters anhand identischer Items zu ihrer wahrgenommenen Schreibkompetenz, zu bisherigen Schreiberfahrungen (bspw. Häufigkeit zu bereits verfassten Textsorten) und zu ihrer Person (bspw. Semesterzahl, Studienfach) befragt. Am Ende des Writing Fellow-Kurses geben sie darüber hinaus auch Auskunft, ob sie die intendierten Lernziele des Programms erreicht haben und wie die Zusammenarbeit mit dem Writing Fellow verlief. Lehrende und Writing Fellows werden anhand von Fragebögen mit teilweise offen formulierten Fragen um Reflexion und Bewertung gebeten. Die Erhebung nutzt u.a. die lernzielorientierte Evaluation des Schreibalabors Bielefeld (BILOE) und den Fragebogen zur Selbstwirksamkeitserwartung (Klingsiek/Golombek, s.u.).

top


Fragebogenerhebung zur Erfassung der Selbsteinschätzung der Schreibkompetenz und Selbstwirksamkeitserwartung beim Schreiben von Studierenden in den Geisteswissenschaften

2014-2018

Projektverantwortliche: Dr. Nadja Sennewald; Forschungskooperation mit Jun.-Prof. Dr. Katrin Klingsieck und Dipl. Psych. Christiane Golombek, Universität Paderborn, und Dipl. Soz. Caroline Scherer, Goethe-Universität Frankfurt

Die Studie untersucht, ob und inwiefern sich Studierende, die Angebote des Schreibzentrums der Goethe-Universität Frankfurt nutzen, von Studierenden, die diese Unterstützungsangebote nicht nutzen, hinsichtlich ihrer Schreibkompetenz sowie ihrer Fähigkeit zur Selbstregulation beim Schreiben unterscheiden. Insgesamt nahmen 778 Studierende (72 % weiblich) an der Studie teil, von denen 34 % Angebote des Schreibzentrums in Anspruch nahmen (10  % Beratungen, 24 % Workshops).

Erste Auswertungsergebnisse deuten darauf hin, dass Studierende, die Angebote des Schreibzentrums (Schreibberatung und/oder Workshops) nutzen, weniger positive Affekte mit dem Schreiben verbinden und auch weniger Strategien kennen, um das eigene Affekterleben beim Schreiben positiv zu beeinflussen. Darüber hinaus scheinen sich Studierende, die die Schreibberatung besuchen, in bestimmten Phasen des Schreibens unsicherer in Bezug auf ihre Selbstregulationskompetenzen wahrzunehmen, als Studierende, die die Schreibberatung nicht in Anspruch nehmen.

Publikation der Ergebnisse: Scherer, Caroline et al. (2018): Welche Studierenden nutzen die Angebote von Schreibzentren? Erkenntnisse einer Studie zur selbsteingeschätzten Schreibkompetenz. JoSch - Journal der Schreibberatung 16, 77-86.

top


Evidenzbasierte Konzeption schreibdidaktischer Ansätze zur Unterstützung mehrsprachiger Studierender

seit 2014

Projektverantwortlicher: Dr. Daniel Spielmann (bis 12.2018), Anna Tilmans, MA (ab 05.2019)

Im Zuge der Internationalisierung des europäischen Hochschulraumes erfährt die Zielgruppe mehrsprachiger Studierender zunehmend Beachtung. An der Goethe-Universität bringt rund ein Viertel einen Migrationshintergrund - und damit mehrsprachige Erfahrung - mit in ihr Studium. Für fast 10.000 Frankfurter Studierende ist Deutsch damit nicht die einzige Sprache, die für die Auseinandersetzung mit der Wissenschaftssprache Deutsch zur Verfügung steht. Dies geht mit individuellen Herausforderungen aber auch Chancen einher, die beim akademischen Schreiben besonders zum Tragen kommen. Der zum Sommersemester 2014 eingerichtete Arbeitsbereich verknüpft eine dezidiert schreibdidaktische Perspektive mit Elementen der Sprachlernberatung. Im Rahmen der Begleitforschung werden unterschiedliche theoretische Ansätze verknüpft. Ziel ist neben der Entwicklung und Erprobung des Konzeptes auch die wissenschaftliche Evaluation und die Einspeisung der Erkenntnisse in die Diskursgemeinschaft.

top