Dr. Stephanie Dreyfürst

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Leiterin des Schreibzentrums der Goethe-Universität

Programmverantwortlichkeit für das Writing Fellow-Programm

Wissenschaftlich schreiben lernen ist ein Prozess, der sich meist über mehrere Jahre erstreckt. Mit Hilfe unseres im WiSe 2013/14 erstmals in Deutschland eingeführten Writing Fellow-Programms können Lehrende ihre Studierenden beim Erlernen wichtiger literaler Kompetenzen direkt in ihrer Fachlehre unterstützen.

Writing Fellows sind ausgebildete und erfahrene Peer Tutor*innen des Schreibzentrums, die Studierenden im Rahmen eines Seminars schriftliches Textfeedback auf zwei kleinere Schreibaufgaben geben und darüber hinaus in einer individuellen Schreibberatung auf Fragen zum Schreibprozess und zur Überarbeitung eingehen können. Fachlehrende der Goethe-Universität bewerben sich um die Teilnahme am Programm, indem sie ein Kurzkonzept für ein Seminar mit zwei kleineren Schreibaufgaben einreichen.

Für das Writing Fellow-Programm wurden die Schreibzentren der Goethe-Universität und der Europa-Universität Viadrina 2014 mit einem Hochschulpreis des Stifterverbands ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde das Programm 2015 als eines von deutschlandweit fünf Projekten in das Lehre hoch N-Kolleg der Toepfer Stiftung F.V.S. aufgenommen.

Beruflicher Werdegang


seit Juni 2012

Habilitationsprojekt im Bereich schreibintensive Lehrformate/WID (Writing in the Disciplines)

Juni 2011

Promotion zur Dr. phil. in der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Schwerpunkt Frühe Neuzeit/Rhetorik

seit Juni 2009

Leiterin des neu gegründeten Schreibzentrums für die Geisteswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt

Jan 2007 - April 2009

Freie Redakteurin und Lektorin beim Hessischen Rundfunk; Betreuung von Synchronisationen, Lektorat von Drehbüchern und Treatments; Kinderfilm/Animation/Real

Jan-Dez 2006

Leitung der neu gegründeten Schreibwerkstatt der Germanistik an der Goethe-Universität

2004-2006

Wiss. Hilfskraft im Lehrstuhl Frühe Neuzeit/Rhetorik, Prof. Dr. Robert Seidel

April - Aug 2002 und Mai - Aug 2003

Tutorin für die Einführung in die Neuere Deutsche Literaturwissenschaft bei Dr. Garbiele Rohowski und PD Dr. Freyr Varwig an der GU Frankfurt am Main

1998-2004

Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an den Universitäten Frankfurt am Main und Wien

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Forschungsinteressen


  • Schreibdidaktik und Schreibforschung
  • Literacy Management
  • Mediengeschichte
  • Entwicklung neuer Lehr- und Beratungsformate
  • eLearning
  • Literatur, Kunst und Musik des Mittelalters und der Frühen Neuzeit
  • Digital Humanities
  • Wissenschaftssprache und Rhetorik

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Auszeichnungen


August 2014: Preis vom Stifterverband für das Writing Fellow-Programm (http://www.stifterverband.info/wissenschaft_und_hochschule/hochschulperle/2014/2014-08/index.html)

Besondere Projekte


"Frankfurt im Mittelalter. Ein Stadtrundgang auf den Spuren des Passionsspiels von 1493".

Kostenlose App zum Herunterladen, die aus dem Schreibforschunggseminar "Literarische Stationen im mittelalterlichen Frankfurt. Auf den Spuren des 'Frankfurter Passionsspiels' von 1493." in Kooperation mit PD Dr. Regina Toepfer (Ältere Deutsche Literaturwissenschaft) hervorgegangen ist.

Beschreibung des Projekts: http://www.uni-frankfurt.de/49308326/Literarische-Stationen

Link auf die App im iTunes-Store: https://itunes.apple.com/de/app/frankfurt-im-mittelalter/id858539565?mt=8

Link auf die App im Android PlayStore: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.denktmit.schreibwerkapp&hl=de

Link auf die App im Windows-Store: http://www.windowsphone.com/de-de/store/app/frankfurt-im-mittelalter/ad6d5f81-dfc5-4c07-9b39-fbde55a691d0

Das Writing Fellow-Programm

(in Kooperation mit dem Schreibzentrum der Europa-Universität Viadrina)

Writing Fellows sind ausgebildete und erfahrene Peer Tutor*innen des Schreibzentrums, die ein Semester lang ein schreibintensives Seminar im Fach begleiten. Sie geben Studierenden ein schriftliches Textfeedback auf zwei kleinere Schreibaufgaben, die im Anschluss von den Studierenden noch einmal überarbeitet werden. Darüber hinaus bekommen alle Teilnehmenden des Seminars die Gelegenheit, in einer individuellen Schreibberatung Fragen zum wissenschaftlichen Schreiben, zu ihrem Schreibprozess und zu den Anforderungen zu stellen, die beim Verfassen wissenschaftlicher Texte auftreten. Am Ende des Seminars erhalten die Lehrenden eine Mappe mit den Erstentwürfen, den schriftlichen Textfeedbacks der Writing Fellows und der überarbeiteten Version der studentischen Texte.

Lehrende können sich jeweils ein Semester im Voraus im Schreibzentrum per Kurzbewerbung um einen Writing Fellow bewerben. Voraussetzungen:

  • vorläufiges Konzept für ein schreibintensives Seminar mit zwei kleineren Schreibaufgaben 
  • benoteter Leistungsschein am Ende des Semesters
  • Bereitschaft, sich auf die Kooperation mit Writing Fellows einzulassen
  • Bereitschaft, die Richtlinien des Writing Fellow-Programms einzuhalten

--> Mehr zu unserem Writing Fellow-Programm und Informationen zur Kurzbewerbung.

Das Writing Fellow-Programm des Schreibzentrums wurde als eines von fünf innovativen Hochschulprojekten für das Lehre hoch n-Kolleg 2015 der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. ausgewählt.


Projektleitung "Erklärfilme"

"Was sind Schreibstrategien?" Ein sechsminütiger gezeichneter Erklärfilm über verschiedene Strategien, mit denen man ins Schreiben kommen, im Schreiben bleiben und Texte erfolgreich zum Abschluss bringen kann. Ausführende Künstlerin: Birte Svea Philippi (ehemalige Peer Tutorin am Schreibzentrum).

Publikationen


Eigenständige Veröffentlichungen

  • Stimmen aus dem Jenseits. David Fassmanns historisch-politisches Journal Gespräche in dem Reiche derer Todten (1718 - 1740). Berlin: De Gruyter (=Reihe Frühe Neuzeit), 2014.

Herausgeberschaften

  • Zusammen mit Nadja Sennewald:
    Schreiben. Grundlagentexte zur Theorie, Didaktik und Beratung. Leverkusen: UTB, 2014.

Beiträge

  • „Make The Net Work II: Anwendungsbeispiele für digitales und vernetztes Schreiben", zusammen mit Daniel Spielmann, In: JoSch. Journal für Schreibberatung. Ausgabe 09 (2015), S. 36-44.
  • „Schreibdidaktik in der Germanistik. Ein mediävistisches Lehrprojekt der Goethe-Universität", zusammen mit Regina Topefer. In: Wirkendes Wort. Deutsche Sprache und Literatur in Forschung und Lehre [2015 eingereicht].
  • „Nicht blockieren lassen! Tipps gegen Schreibblockaden". In: Audimax, 9. Jahrgang (2015), S. 58-59.
  • „Writing Fellows helfen Studierenden beim wissenschaftlichen Schreiben". In: Campushunter (2014), S. 114.
  • „Holla, Mars! Heraus ins Feld!“ Kriegsberichterstattung in niederländischen und deutschen Quellen um 1700. In: Stockhorst, Stefanie (Hrsg.): Krieg und Frieden im 18. Jarhundert. Kulturgeschichtliche Studien, Hannover 2014, S. 131-148.
  • „Neue Medien in der Mediävistik. Die App ‚Frankfurt im Mittelalter. Auf den Spuren des Passionsspiels von 1492 – eine Projektvorstellung", zusammen mit Regina Toepfer. In: literaturkritik.de/Rezensionsforum, abrufbar unter http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=20163
  • „Make the Net Work. Venetztes Arbeiten und Forschen im Web 2.0“, zusammen mit Daniel Spielmann. In: JoSch. Journal für Schreibberatung. Ausgabe 08 (2014), S. 13-22.
  • „Online-Schreibberatung. Eines neues Konzept für das (Peer) Tutoring", zusammen mit Sascha Dieter und Dennis Fassing. In: Dreyfürst/Sennewald (Hrsg.): Schreiben. Grundlagentexte zur Theorie, Didaktik und Beratung. Leverkusen: UTB 2014, S. 321-338.
  • „Dem Verfasser sein Schriftstück. Ausdruck und Stil in ersten wissenschaftlichen Schreibversuchen“, in: Mitteilungen des Deutschen Germanistenverbandes 4 (2011), S. 415-425.

Lexikonartikel

  • „Der Harem“, in: Kotzebues Dramen. Ein Lexikon, hg. v. J. Birgfeld, J. Bohnengel und A. Košenina, Hannover 2011, S. 100-102.
  • „Die Rosen des Herrn von Malesherbes“, in: Kotzebues Dramen, S. 173f.
  • „Die Seeschlacht und die Meerkatze“, in: Kotzebues Dramen, S. 193f.
  • „Der Trunkenbold“, in: Kotzebues Dramen, S. 218f.
  • „Die Wittwe und das Reitpferd“, in: Kotzebues Dramen, S. 248f.

Rezensionen

  • [Rez. zu]: Johann Jakob Bodmer: Gespräche im Elysium und am Acheron, hg. und mit einem Nachwort versehen von Arnd Beise, Rörig Universitätsverlag, St. Ingbert 2010, in: xviii - Jahrbuch der Schweiz. Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts, Basel 2011, S. 181-184.
  • [Rez. zu]: Jesko Reiling: Die Genese der idealen Gesellschaft. Studien zum literarischen Werk von Johann Jakob Bodmer (1698-1783), Berlin/New York 2010, in xviii - Jahrbuch der Schweiz. Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts, Basel 2011, S. 185-187.
  • [Rez. zu]:Margret Wintermantel (Hrsg.): Promovieren heute. Zur Entwicklung der deutschen Doktorandenausbildung im europäischen Hochschulraum, Hamburg 2010, in Forschung Frankfurt, März 2012, S. 95.

Zeitungsartikel

  • „Teelicht-Party im Hause Gibichungen. Premiere von Richard Wagners "Götterdämmerung" an der Oper Frankfurt komplettiert Nemirova-"Ring“, in: Mannheimer Morgen (01.02.2012).
  • „Bei Champagner Intrigen spinnen. David Hermann stellt Charpentiers Médée mit der exzellente Anne Sofie von Otter in der Titelpartie in Frankfurt vor“, in: Mannheimer Morgen (18.06.2011).
  • „Ein letzter Rachefeldzug in reicher Klangfarbigkeit. Mannheims "Ring"-Regisseur Nel zeigt Kullervo“, in: Mannheimer Morgen (11.06.2011).
  • „Viele verschachtelte Verhältnisse. Katharina Wagners Inszenierung der Madama Butterfly bleibt blass“, in: Mannheimer Morgen (19.01.2010).

Blog-Artikel

Vorträge (Auswahl)

  • 2015 | „Erklärvideos: Legetechnik, Animationen & Co.", zusammen mit Birte Svea Philippi, Multimediawerkstatt, Frankfurt, 20.04.2015
  • 2014 | „Das Writing Fellow-Programm", Hessischer Arbeitskreis Akademische Schlüsselkompetenzen, Frankfurt, 26.11.2014
  • 2014 | „Schreibintensiv Lehren mit Writing Fellows“, Center for Teaching and Learning, Uni Wien, 10.12.2014, Vortrag abrufbar unter http://bit.ly/1E9CWoj
  • 2014 | The Writing Fellow Program at Frankfurt's (M.) Goethe-University" (zusammen mit Nadja Sennewald), EWCA Conference (European Writing Center Association). Europauniversität Viadrina Frankfurt Oder, 19.-22.07.2014
  • 2012 | „Holla Mars! Heraus ins Feld...“ Krieg und Frieden in politisch-historischen Periodika im 17. und 18. Jahrhundert“. Tagung Krieg und Frieden im 18. Jahrhundert der DGEJ 13.-16.09.2012 in Potsdam
  • 2012| „Make the Net Work. Venetztes Arbeiten und Forschen im Web 2.0“ Vortrag mit Daniel Spielmann. Tagung „Text-Netze, Schreib-Netze, Denk-Netze. Schreiben in Studium und Beruf", Forum Wissenschaftliches Schreiben an der Universität Basel, 7./8. Juni 2012
  • 2011 | „Dem Verfasser sein Schriftstück. Ausdruck und Stil in ersten wissenschaftlichen Schreibversuchen an der Hochschule“, Lehrer*innen-Fortbildung „Reden ist Silber - Schreiben ist Gold. Wege in die Schreibförderung“, Deutscher Germanistenverband, Goethe-Universität Frankfurt a. M., 24.02.2011
  • 2009 | „Sprechende Bilder. Titelillustrationen im historisch-politischen Journal Gespräche in dem Reiche derer Todten“, Graduiertenkurs „Spätaufklärung – Gegenaufklärung”, Deutsche Gesellschaft für die Erforschung des achtzehnten Jahrhunderts, veranstaltet von Gerhard Sauder, in der Herzog August-BibliothekWolfenbüttel, 28.09.2009
  • Juli 2007 | „Alexander the Great in Early Modern Dialogues of the Dead”, 32. Internationaler Wolfenbütteler Sommerkurs „Reassessing Intellectual History: Passion and Virtues in Early Modern Europe“; Chair: Martin van Gelderen (Florenz) und Brian Cummings (Essex), 20.07.2007

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Lehrformate (Auswahl)

Für Studierende:


Workshop "Hausarbeiten für Fortgeschrittene", zweitägig

Workshop "Grammatik und Stil in akademischen Texten", eintägig

Übung "Abschlussarbeiten - moderierte Schreibgruppe", semesterbegleitend, vierstündig

Für Lehrende:

Workshop "Schreibintensiv Lehren", eintägig

Workshop "Lehren mit Writing Fellows", eintägig

Workshop "Kleine Textsorten (Abstract, Exposé, Essay)", zweitägig

Workshop "Backward Design", zweistündig

Workshop "Schreiben und Schreiben lehren", eintägig

Mitgliedschaften


  • Seit 2014 Vorstandsmitglied in der GWUP - die Skeptiker (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschften eV)
  • Seit 2013: Mitglied der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung
  • Seit 2012 Mitgliedschaft in der DGEJ (Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts)
  • Seit 2011 Mitbegründerin des aus Drittmitteln geförderten Studentinnen-Netzwerks Germanistik am FB 10
  • Seit 2011 Vorstandsmitglied und Mitbegründerin der Written Art Foundation (Stiftung zur Förderung des Schreibens)
  • Seit 2009 Mitgliedschaft in der EATAW: European Association of Teaching of Academic Writing, Vereinigung zur Förderung des wissenschaftlichen Austauschs und der Forschung zum wissenschaftlichen Schreiben an Hochschulen
  • 2006-2010 Gründungsmitglied und Schatzmeisterin des Alumni Vereins der Frankfurter Germanistik

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