Praxis- und Forschungsorientierung zum Thema Service Learning


Zivilgesellschaftliches Engagement von Hochschulen hat weitreichende Vorteile: Das Vertrauen in die Hochschule seitens der Gesellschaft wird gestärkt, die Forschung und Lehre wird durch Vernetzung gefördert und die Studierenden profitieren von interdisziplinärer und überfachlicher Bildung. Zudem wird durch die Öffnung der Hochschulen auch ein erleichterter Zugang zu Hochschulbildung geschaffen. Besonders für die Goethe Universität Frankfurt am Main ist dies relevant. 2008 kehrte sie zurück zu ihren Wurzeln als Stiftungsuniversität und führte die Frankfurter Bürger-Universität ein.

Eine Möglichkeit der zivilgesellschaftlichen Öffnung von Hochschulen ist das sogenannte Service Learning. Das Konzept des Service Learning (in Deutschland auch als „Lernen durch Engagement“ und „Verantwortungslernen“ bekannt) bezeichnet eine didaktische Methode, welche gemeinnütziges Handeln in den herkömmlichen Unterricht an Schulen oder Hochschulen integriert. Dabei wird eine Service-Komponente mit konkreten Unterrichtsinhalten verknüpft, sodass sich Praxis und Theorie wechselseitig unterstützen. Ziel dieses Konzeptes ist die Bildung eines Demokratieverständnisses, die Förderung von zivilgesellschaftlicher Verantwortung und effektivere Unterrichtsmethoden.

Im Rahmen des Programms „Starker Start ins Studium“ werden vermehrt Service Learning-Angebote in der LehrerInnenausbildung geschaffen.