Tutor*innentraining: Beispiele

Fachspezifische Tutor*innenqualifizierung in den Geisteswissenschaften [PDF] von Prof. Dr. Barbara Wolbring, Dr. Nadja Sennewald, Lars Gußen, Dr. Johanna Scheel

  

Tutor*innentraining: Kunstgeschichte

Tutorenschulung

Konzept


Die Tutor*innen werden in der Kunstgeschichte in der Studieneingangsphase eingesetzt, um die drei einführenden Propädeutika (je 2 SWS, Propädeutikumsmodule "Methodik", "Bildkünste" und "Architektur") zu begleiten.

Für die Tutor*innen wird die Kombination von fachübergreifenden Weiterbildungsmöglichkeiten, wie sie von studiumdigitale und dem Schreibzentrum angeboten werden, mit einer fachspezifischen und didaktischen Weiterbildung kombiniert.

Eine fachspezifische Weiterbildung betrifft dabei zunächst fachliche Inhalte wie bspw. das systematische Erlernen von Grundbegriffen und Fachvokabular sowie dessen Einsatz in kohärenten Werkbeschreibungen verschiedener Gattungen wie Architektur, Malerei, Grafik etc. Die Fachspezifik betrifft in der Kunstgeschichte aber v.a. durch den Umgang mit Bildmaterial auch stark die Grundkompetenzen wissenschaftlichen Arbeitens. Diese Inhalte sind den Tutor*innen aus dem eigenen Studium grundsätzlich bereits bekannt. Die weiterführende Betreuung zu diesen fachlichspezifischen Inhalten wird durch die jeweiligen Propädeutikumslehrenden geleistet, zudem gibt es eine gemeinsame Online-Plattform zum Austausch von Materialien und Zusammenschluss von Arbeitsgruppen. 

In gemeinsamen Supervisionstreffen aller Tutor*innen werden allgemeine und organisatorische Angelegenheiten geregelt, Probleme angesprochen und gemeinsame Projekte - wie bspw. ein Reader für Erstsemester - diskutiert. Als didaktische Weiterbildung werden pro Semester zwei Termine zu Vermittlungsmethoden kunstgeschichtlicher Fachspezifik angeboten, bspw. zu aktivierenden Methoden in Tutorien der Kunstgeschichte, zur Verbesserung der Präsentationskompetenz von Studierenden oder zu Tutoriumsstunden vor Originalen in Museen. In kleineren und thematisch kongruenten Gruppentreffen (entsprechend der Themen der Tutorien: Bildkünste, Architektur, Methodik) wird dies an verschiedenen Gegenständen und im Austausch mit den jeweiligen Propädeutikumslehrenden vertieft; Neuzugänger*innen werden ein Semester lang mit Peers gepaart. Zudem ist für das Sommersemester eine weitere Intensivierung des gegenseitigen Austausches durch Hospitationen geplant.


Tutorinnen-/Tutorenausbildung am Fachbereich Rechtswissenschaft

Tutorenschulung   bild web

Konzeption der Ausbildung zum/zur Tutor/in

Ab dem Wintersemester 2013/14 wird das Qualifikationsprogramm für Tutorinnen/Tutoren im Fachbereich Rechtswissenschaft erweitert und ausgebaut.
Die Kurse werden angeboten von Lars Gußen (Dekanat, Juristische Arbeitstechnik & Fachdidaktik), selbst Jurist (Ass. jur.) und zugleich Multiplikator/Moderator für Hochschuldidaktik.

Das zuküntige Angebot der Schulungen ist darauf ausgelegt, hochschuldidaktische Kompetenzen mit Bezug zur Rechtswissenschaft zu vermitteln und mit den spezifischen Anforderungen an die Leitung rechtswissenschaftlicher Tutorien vertraut zu machen. Dazu werden zukünftig Workshops mit zwei Qualifikationsstufen angeboten.

Als Einstieg dient der zweitägige Basisworkshop, dieser richtet sich (vor allem) an Tutorinnen/Tutoren, die zum ersten Mal Tutorien halten werden.
Darauf baut ein Vertiefungskurs für Fortgeschrittene auf, also für Tutorinnen/Tutoren, die bereits in den vergangenen Semestern einen Anfänger-/Basisworkshop besucht und Tutorien gehalten haben.
Der Vertiefungskurs besteht aus drei Teilelementen: ein Workshop (1 Tag) vor Tutorienstart, einer wechselseitigen kollegialen Hospitation während der laufenden Tutorien (wird angerechnet als halber Workshoptag), sowie einem abschließenden Kurz-Workshop (halber Tag) zur Nachbereitung der Hospitation nach Ablauf der Tutorien.


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Dieser Aufbau der Schulung dient zur rechtsdidaktischen Qualifizierung der Tutorinnen/Tutoren und soll den Weg eröffnen, für die Teilnahme an der Schulung (Basis + Vertiefung) zukünftig Schlüsselqualifikationsnachweise an Studierende vergeben zu können.

Die Schulungen richten sich in dieser Form aber nicht nur an Studierende, sondern stehen auch wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern offen, insbesondere als didaktische Einstiegs-Qualifikation zu Beginn einer Lehrtätigkeit. Mittelfristig wird daher auch eine Anerkennung der Tutorenworkshops als hochschuldidaktische Kurse angestrebt, so dass sich Mitarbeiter/innen diese dann auf eine eventuelle weitergehende hochschuldidaktische Ausbildung (z.B. beim IKH der Goethe-Universität) anrechnen lassen könnten.

Für das Wintersemester 2013/14 fanden 2 Basisworkshops und 1 Vertiefungsworkshop (Teil 1) statt, die Termine für den nächsten Workshop-Durchgang zum Sommersemester 2014 werden hier nach Festlegung bekanntgegeben.