Lehre & Corona - Was können wir tun?

Corona gross

Die zentrale Informationsseite der Goethe-Universität finden Sie seit kurzem unter: www.uni-frankfurt.de/Corona


Die zentralen Hinweise zur Umgestaltung ihrer Lehrveranstaltung finden sind unter: lehre-sose2020.uni-frankfurt.de


Dort finden Sie verbindliche Hinweise und Information des Präsidiums zur Lehre im Sommersemester 2020 und Verweise auf die Zentralen Unterstützungsangebote durch studiumdigitale, HRZ und IKH

Gerade denjenigen, die bislang noch keine Erfahrungen mit digitaler Lehre gemacht haben, legen wir dort die "Grundsätzlichen Empfehlungen zur Online Lehre im Sommersemester 2020" ans Herz!

Seit dem 8.4. stehen mehrere szenariobasierte Lernbarkurse zur Verfügung, erstellt von der AG Virtuelle Lehre. Starten Sie mit „Lehre digital mit OLAT gestalten“, das Sie dann weiterleitet zu den vertiefenden LernBar-Kursen:
Lehrveranstaltung mit Vortrag (z.B. Vorlesung)
Lehrveranstaltung mit Einzelaufgaben und Peerfeedback (z.B. Seminar/Übung)
Lehrveranstaltung mit Gruppenarbeit (z.B. Seminar/Übung)

Beachten Sie auch die ständig aktualisierten Hinweise zur Verfügbarmachung von Literatur und Scans durch die Bibliotheken


Das Zentrum Geisteswissenschaften bietet unterstützend dazu fachspezfische Beratung und passt die seit Ende März hier bereitgestellten Inhalte kontinuierlich an die zentralen Vorgaben an. Durch die nun hinzukommenden zentralen Angebote obsolet gewordene Redundanzen bauen wir Schritt für Schritt zurück und verlinken auf zentrale Inhalte, um Lehrende schneller zu den für sie relevanten Lösungen und Ratgebern zu führen.

Gerne stehen wir Ihnen im Rahmen unserer Möglichkeiten mit individueller Beratung bei der Planung und Umsetzung Ihrer Veranstaltung zur Seite. Bitte wenden Sie sich per E-Mail an: m.stelte@em.uni-frankfurt.de.


Gemeinsam mit den eLearning-Kolleg*innen am Zentrum Naturwissenschaften filtern wir am Zentrum Geisteswissenschaften seit Anfang März die zahlreichen kursierenden Tipps, Tools und Links für die (Teil-)Digitalisierung der Lehre und versuchen diesen Informationsfluss etwas zu filtern und zu strukturieren. 

Eine Sache gleich zu Beginn: eine 1:1-Übersetzung herkömmlicher Lehrszenarien ins Digitale ist kaum möglich. Statt dessen sind didaktische und technsiche Anpassungen erforderlich. Sie sollten sich nach den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Veranstaltung richten. Gerade vollsynchrone eLearning-Szenarien wie zum Beispiel ein "Virtual Classroom" (Vidyo, Adobe Connect über DFN, u.a.) als direkter Ersatz für Präsenzlehre werden dem vollen Semesterbetrieb aus Kapazitätsgründen nicht standhalten können. Demgegenüber können asynchrone Formate die Last etwas entzerren und gleichmäßiger verteilen. Zudem verfügen nicht alle Studierenden über schnelle Internetverbindungen, Datenflats und ausreichende Hardware und können dies auch aktuell nicht durch die Nutzung universitärer PC-Pools ausgleichen. Beherzigen Sie daher bitte die Empfehlungen "asychron vor synchron" und "Text vor Audio vor Video"

Das kann beispielsweise die Arbeit in OLAT mit Foren, Wikis oder Blogs sein, das Angebot von Selbstlernmodulen (z.B. mit Lernbar) oder vorab aufgezeichneten Foliencasts, Podcasts oder Videos. Zeitabhängige (synchrone) und datenintensive Anwendungen wie Video- und Webkonferenzen sollten nur dann geplant werden, wenn dies für das Lehrszenario wirklich erforderlich ist und nicht anders dargestellt werden kann.

Eine allgemeine Aufstellung von Szenarien und dazugehörigen Tools haben die Kolleg*innen von studiumdigitale erstellt. Auf einzelne Tools wird auch im weiteren verlinkt.

Bleiben Sie gesund!


Aktualisierungen

20.4.2020, 18.00 - Überarbeitung und Anpassung an die zentralen Empfehlungen

8.4.2020, 10:30 - Szenariobasierte Lernbarkurse der AG Virtuelle Lehre

6.4.2020, 19:00 - Ergänzungen und Präzisierungen, angelehnt an die zentralen Empfehlungen

3.4.2020, 23:00 - Zentrale Informationsseite: lehre-sose2020.uni-frankfurt.de; Ergänzung: Zoom

1.4.2020, 13:00 - Prüfungen und E-Prüfungen

1.4.2020, 12:00 - Rechtliches/Datenschutz: Videokonferenzapp Zoom


Sprungmarken

Erste Schritte | Grundlegendes | Erwartungen

Szenario: Vorlesung | Szenario: (Pro-)Seminar / Übung 

Synchrone Kommunikation | Asynchrone Kommunikation

Praxis: Videos hochladen und einbindenRechtliches: Datenschutz und Urheberrecht

Prüfungen und E-Prüfungen


Erste Schritte

Fragezeichen

Für diejenigen, die bislang noch keine Erfahrungen mit digitaler Lehre gemacht haben, eignet sich der HFD-Blog-Post "Zum ersten Mal Online-Lehren dank Corona". Es kann die Sache erleichtern, sich im Kolleg*innenkreis zusammen zu tun. Und zögern Sie nicht, uns um einfach zu realisierende Vorschläge zu bitten. 

Wenn Sie bereits eLearning-Tools (OLAT, Moodle o.ä.) genutzt haben oder digitales bzw. leicht digitalisierbares Material (z.B. ein Skript als PDF) haben, müssen Sie vielleicht gar nicht so viel ändern.

  • Die Präsentation einen Semesterplans erhöht die Transparenz und Verbindlichkeit für die Studierenden
  • Denken Sie nach Möglichkeit in etwas kleineren einzelnen Lerneinheiten (im Vergleich zur wöchentlichen Präsenzsitzung). Es ist für Lerner*innen häufig leichter, kleinere/kürzere Einheiten abzuarbeiten, gerade aus der Distanz und bei fehlendem persönlichen Kontakt. Das soll nicht bedeuten, dass weniger Stoff vermittelt werden kann - er muss ggf. nur anders strukturiert werden.
  • Gerade in neuen Formaten wird der Zeitbedarf falsch eingeschätzt, deswegen ist es wichtig den Student Workload im Blick zu behalten und u.U. Anpassungen im Lauf der Veranstaltung vorzunehmen
  • Ein Lerntagebuch oder Portfolio animiert die Studierenden dazu, ihre Lerninhalte zu reflektieren
  • Feedback von Studierenden ist gerade jetzt wichtig und hilfreich. Durch die Anpassung einiger Parameter (Stil, Technik, Zeit, Workload) können Sie den Lernerfolg steigern. 

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Grundlegendes

Af elearning

"Digitalisierung der Lehre" ist kein neues Schlagwort - aber auf einmal ist es sehr präsent, denn im ungünstigsten Fall müssen auch wir als Präsenzuniversität unsere Lehre schnell, zumindest übergangsweise auf Formate umstellen, die ohne physische Präsenz auskommen.

Das Ziel bleibt jedoch das Gleiche: Lernprozesse in Gang zu setzen und Studierende dazu zu befähigen und zu animieren, sich das nötige Wissen und die nötigen Kompetenzen zu erarbeiten.

Dies ist auch mit digitalen Methoden, Werkzeugen und Konzepten möglich. Drei Aspekte entscheiden dabei maßgeblich über den Erfolg einer (Online-)Lehrveranstaltung:

  1. das didaktische Konzept
  2. die geeigneten Medien und
  3. der maßvolle Umgang mit der Workload der Studierenden

Virtuelle Lehre muss auf einige didaktische Möglichkeiten der Präsenzlehre verzichten, bietet dafür an anderer Stelle Vorteile:

  • Zeit- und Ortsunabhängigkeit
  • unbegrenzte Wiederholbarkeit des Stoffes
  • individuelles Feedback für die Leistungen der Studierenden
  • Lernstandskontrolle für die Lehrenden

Sicher wird diese Umstellung nicht ohne Aufwand vonstatten gehen. Wir werden dies bei unserer Beratung so weit wie möglich berücksichtigen und Lösungen vorschlagen, die auch mit geringerem Aufwand auskommen.

Die wichtigsten Empfehlungen sind:

  • das Lernziel bestimmt das Konzept ihrer Lehrveranstaltung
  • Keep it simple (setzen Sie bspw. nicht zu viele Tools gleichzeitig ein)
  • Transparenz hinsichtlich Regeln, Anforderungen & Zeitplan
  • Asynchron vor synchron | Text vor Audio vor Video

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Erwartungen

Un moeglich

Wer als Lehrende*r bisher keine oder wenig Erfahrung mit virtuellen Lehrformaten hat, sollte nicht sofort das perfekte Ergebnis erwarten. Weder technisch noch didaktisch.

Eine offene Kommunikation wird dazu beitragen, dass die Studierenden die Anstrengungen honorieren und Fehler tolerieren. In der aktuellen Situation sind sich alle, auch - wenn nicht sogar gerade - die Studierenden darüber im klaren, dass mit wenig Vorbereitungszeit und unterschiedlichen Vorbedingungen eine Präsenzuniversität nicht innerhalb von vier Wochen störungsfrei auf Digitalbetrieb umschalten kann. Aus gemachten Fehlern zu lernen hilft die Veranstaltung von Session zu Session zu verbessern. Feedback sollte aktiv eingefordert werden, um Lernziele gemeinsam mit den Studierenden zu erreichen. Lassen Sie sich von kleinen Rückschlägen oder Problemen nicht entmutigen und holen Sie sich Rat von Kolleg*innen und Supporter*innen.

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Szenario: Vorlesung

Vorlesungen benötigen in ihrer Grundform wenig bis keine Interaktion. Mit folgenden Methoden können sie Ihre Vorlesung online zur Verfügung stellen:

  • Vorlesungsaufzeichnung (Bild + Ton)
  • Screencast (Folien + Ton)
  • Podcast (nur Ton)
  • Livestream (Echtzeitübertragung), zu vermeiden

Konkrete Hinweise und Anleitungen zu den einzelnen Methoden finden Sie im studiumdigitale-Blog (Szenario 1 & 2).

Das HRZ hat eine Anleitung verfasst, wie Vorlesungsaufzeichnungen (mit etwas Vorbereitung) als Inhaltsmodul automatisch in einen OLAT-Kurs integriert werden können. 

Weitere Tipps zum Format:

  • Eine Vorlesung als Livestream ist kein gleichwertiger Ersatz für die Vorlesung im Hörsaal. Eine Möglichkeit sind asynchrone Formate, bei denen die Vorlesung aufgezeichnet ist und zu unterschiedlichen Zeitpunkten angehört bzw. bearbeitet werden kann. Dies ermöglicht Studierenden das Pausieren und Wiederholen sowie eine freie Zeiteinteilung. Außerdem entlastet es die Netzkapazitäten.
  • Ein Medienmix hilft, die Aufmerksamkeit der Lernenden hoch zu halten. Etwa indem Videos sich auf ausgewählte Aspekte konzentrieren und ergänzt werden durch Skripte, Texte, Graphiken oder E-Books, die über die Lernplattform zur Verfügung gestellt werden.
  • Hilfreich ist es auch, wenn die Vorlesung in mehrere, dafür kürzere Einheiten unterteilt wird. 90 Minuten aufmerksam zuzuhören ist vor dem Bildschirm noch schwerer als im Hörsaal.
  • Adressaten der Videos sind dann nicht Gruppen wie im Hörsaal, sondern der jeweilige einzelne vor dem Bildschirm.
  • Studierende können leichter folgen, wenn zu Beginn die Lernziele benannt werden. Auch Verständnisfragen unterstützen die Studierenden.
  • Fragen der Studierenden können beispielsweise in einem Forum auf der Lernplattform eingestellt und dort oder in der nächsten Vorlesung beantwortet werden. Das ist leichter als per E-Mail und auch für alle einsehbar.

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Szenario: (Pro-)Seminar / Übung

Für Formate die zu einem großen Teil von bidirektionaler Lehrenden-Studierenden-Kommunikation und studentischer Interaktion leben, scheint eine Online-Umsetzung als "Echtzeit-Konferenz", bei der sich alle Teilnehmenden sehen können verlockend. Hier stehen aber technische, didaktische und ggf. sogar rechtliche Probleme im Weg. Allein schon der zu erwartende Datenverkehr würde die jetzt schon aus- oder überlasteten Kapazitäten sprengen. Ein Onlinemeeting ist zudem deutlich schwieriger zu moderieren als eine Präsenzveranstaltung. Technische Probleme im Vorfeld und während der Veranstaltung, Verbindungsabbrüche, fehlende oder ungeeignete technische Ausstattung (Webcam, geeignete Mikrofone, schnelles Internet) erschweren dieses Szenario erheblich. In den meisten Fällen lässt sich ein asynchrones Szenario finden, dass höhere technische Sicherheit bietet und trotzdem den Lernerfolg ermöglicht. 

Für die synchrone Zusammenarbeit (Echtzeit) eignen sich

Für die asynchrone Zusammenarbeit (zeitversetzt) eignen sich

  • gemeinsame Ordner (bspw. in OLAT)
  • Forum, Wiki, Blog
  • Portfolio

Konkrete Hinweise und Anleitungen zu den einzelnen Werkzeugen und Methoden finden Sie im studiumdigitale-Blog (Szenario 3). Zu bedenken ist unbedingt auch das Thema Datenschutz. Viele aktuell mit Sonderkonditionen beworbene oder in Communities empfohlene Tools erfüllen die notwendigen Standards nicht.

Der wahrscheinlich wichtigste Tipp zum Format: 
Suchen Sie sich Partner*innen. Besonders naheliegend ist dies für Lehrende, die eine von mehreren ähnlichen Lehrveranstaltungen unterrichten. Beispielhaft seien etwa die epochenspezifischen Proseminare in den Geschichtswissenschaften oder die Einführungsveranstaltungen in den Philologien genannt. Gemeinsam lassen sich die Herausforderungen leichter meistern. Manche haben schon mehr Erfahrungen mit digitalen Szenarien oder Tools als andere, können aber ihrerseits Unterstützung beim Erstellen von Inhalten oder der Kursverwaltung gebrauchen. Im nächsten Semester muss vieles anders gedacht werden. Machen Sie aus zwei oder drei ähnlichen "herkömmlichen" Lehrveranstaltungen eine digitale Lehrveranstaltung, mit entsprechend größerer Gruppengröße, die dann aber von mehreren Lehrenden gemeinsam administriert und gestaltet wird. Somit ließen sich Lasten besser verteilen und nicht jeder wäre gezwungen sich alleine durch zu kämpfen.

Synchrone Kommunkation

Aus technischen und methodischen Gründen wird grundsätzlich die Nutzung asynchroner Szenarien empfohlen. In Einzelfällen oder für ausgewählte Session kann aber ein synchrones Szenario, bzpw. in Kleingruppen wichtig und nützlich sein. Synchrone Kommunikation muss nicht automatisch "Videokonferenz" bedeuten, sie kann z.B. auch textbasiert sein (Chat/Messenger) oder sich nur auf Audio (Telefonkonferenz) beschränken.

Hierzu einige Überlegungen:

  • Methodisch: Synchrone Online-Settings benötigen explizite Regeln und erfordern Disziplin, denn sie fordern die Aufmerksamkeit stärker als bei physischer Präsenz. Man kann leichter abgelenkt werden und soziale Kontrolle fehlt. Außerdem geben Sie den Vorteil einer zeitlichen/räumlichen Unabhängigkeit auf. Textchats können sehr schnell unübersichtlich werden und sollten ab einer gewissen Gruppengröße unbedingt moderiert werden (ab ca. 15 Teilnehmern). 
  • Technisch: Videokonferenzen haben hohe technische Anforderungen (Bandbreite, verfügbare Technik, ggf. beschränkte TN-Zahl). Weiterhin haben sie oft Latenzen (Verzögerungen bis zu 1 Sekunde) und fordern Funkdisziplin. Mit Umgebungs- oder Hardwarebedingten Störgeräuschen müssen Sie rechnen (schlechte Mikrofone, Raumakustik), das kann schnell an Ihren und den Nerven der Studierenden zehren, vor allem wenn man mehrere Videokonferenzen pro Tag absolviert. Hilfreich kann sein, Teilnehmer*innen aufzufordern ihr Mikrofon auf stumm zu stellen, wenn sie gerade nicht sprechen ("muten"). Die meisten Programm ermöglichen das mit einem einfachen Mausklick. 
Im studiumdigitale-Blog werden verschiedene Tools zur synchronen Kommunikation aufgelistet und erläutert.

Streng genommen sind Präsenzsituationen übrigens auch nur quasi-synchron, da effektiv nacheinander gesprochen wird (gesteuert durch implizite, nonverbale Kommunikation). In synchronen Online-Settings können prinzipiell alle gleichzeitig agieren.

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Asynchrone Kommunikation

Asynchrone Kommunikation spielt den Vorteil der örtlichen/zeitlichen Unabhängigkeit am besten aus. Zeitvorgaben spielen dennoch eine wichtige Rolle, aber die Zeitrahmen spielen sich eher auf der Skala von Tagen, nicht von Sekunden ab.

Hierzu einige Überlegungen:

  • Werkzeuge passend zum Szenario wählen und nicht zu viele verschiedene verwenden
  • Kommunikationsanlässe schaffen: klare Fragen und Aufgaben stellen, (Peer-)Feedbackrunden etablieren
  • Mitarbeit einfordern
  • Zusammenarbeit der Studierenden fördern (Kleingruppen, Peer-Review, kollaborative Arbeit)
Im studiumdigitale-Blog werden verschiedene Tools zur asynchronen Kommunikation aufgelistet und erläutert.
Dieses langsamere und manchmal als unpersönlich wahrgenommene Szenario kann - positiv gewendet - für Studierende von Vorteil sein, die in Präsenzsituationen eher zurückhaltend sind.

Ausgewählte Tools für asynchrone Kommunikation

Praxis: Videos hochladen und einbinden

Fragezeichen

Die Lernplattform OLAT ist nicht als Speicherort für Videos geeignet. Sie können Videos natürlich in OLAT einbinden und Ihren Studierenden als Lernressource zur Verfügung stellen. Als sicheren und geeigneten Speicherort nutzen Sie bitte das Videoportal (MyMediasite), diese Server sind für Videostreaming konzipiert. Dort können Sie auch alle relevanten Sicherheits- und Privatsphäreeinstellungen vornehmen. Ein Hochladen auf das Videoportal ist nicht gleichbedeutend mit einer Freischaltung für die "Öffentlichkeit", Sie können nach wie vor selbst entscheiden, wer Zugriff auf Ihre Inhalte bekommt und sie ansehen kann.

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Rechtliches: Datenschutz und Urheberrecht

Auch wenn das Sommersemester 2020 aller Wahrscheinlichkeit nach kein "normales" Semester sein wird: die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Datenschutz und Urheberrecht gelten weiterhin. Aktuell werden in den einschlägigen Communities zahlreiche Tools empfohlen, die eine schnelle Lösung drängender Probleme suggerieren und die die häufig ausge- und überlasteten Kapazitäten hochschuleigener Services kompensieren könnten. Um rechtlich abgesichert zu sein raten wir, wenn möglich, die Tools und Plattformen zu nutzen die von HRZ oder studiumdigitale angeboten werden.

Wie ist aber mit alternativen Werkzeugen grundsätzlich umzugehen? Ein generelles "Verbot" würde die Verwendung bestimmter Formate erschweren oder gar unmöglich machen. Hierzu einige, aber nicht rechtssichere Empfehlungen zur Entscheidungsfindung bei Online-Diensten:

  • Wichtig ist die Aussage zu den erhobenen und verarbeiteten Daten, die in der Datenschut-zerklärung angegeben sein muss, ebenso wie der Serverstandort. Ist dieser nicht in der EU, sollte der Dienst nach dem "EU Privacy Shield" zertifiziert sein, damit eine Grundkonformi-tät zur DSGVO gegeben ist.
  • Die Verarbeitung der angegebenen Daten ist durch den Anbieter nur zulässig, wenn die Betroffenen darin vorher eingewilligt haben.
  • Von Tools, bei denen Studierende einen eigenen Account anlegen oder Software herunterladen müssen, ist abzuraten.
  • Wenn Sie externe Tools benutzen wollen: weisen Sie auf die Datenschutzerklärung hin und erklären Sie gegenüber den Studierenden Ihre Entscheidung. Dies gilt vor allem dann, wenn die Erstellung eines Accounts und die Installation bestimmter Software nicht vermeidbar ist.
  • Studierenden dürfen keine Nachteile entstehen, wenn sie die Nutzung eines außeruniversitären Dienstes ablehnen.

Online-Diskussionen mit externen Werkzeugen sind u.U. weniger kritisch als der Upload von Material. Dieses sollte unbedingt auf den Servern der Universität verbleiben (OLATMoodleHessenbox). Die Liste der empfohlenen Systeme und Tools von studiumdigitale weist Sie darauf hin, wenn es sich um externe Anbieter und Lösungen handelt. Wenn es adäquate interne Lösungen gibt, empfehlen wir aus Datenschutzgründen deren Nutzung.

Videokonferenzapp Zoom

Viele nutzen und kennen die Videokonferenzapp Zoom bereits privat. In den ersten Tagen der Coronakrise wurde sie auch an Hochschulen als schnelle Ersatzlösung für Teammeetings und Workshops benutzt, wodurch sich ihr Bekanntheitsgrad und ihre Nutzung konstant erhöhte. Sie steht aber auch wegen datenschutzrechtlicher Probleme und Sicherheitslücken in der Kritik. Für den Einsatz in der Lehre und im allgemeinen Studierendenkontakt muss eine genaue Prüfung der Datenschutzbedingungen erfolgen. Teilen Sie keine sensiblen Informationen über Zoom (nutzen Sie dafür bspw. Vidyo) und prüfen Sie bitte die diesbezügliche Informationsseite der GU

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Prüfungen und E-Prüfungen

Aus der Umstellung von Lehrveranstaltungen auf digitale Formate ergeben sich mitunter wichtige Fragen zur Erbringung von Prüfungsleistungen und hinsichtlich bestehender Regelungen in Prüfungsordnungen, die gegebenenfalls nicht digital abbildbar sind. Manche Prüfungsordnungen schreiben konkrete Prüfungsformate vor, die bei weiterbestehenden Kontaktbeschränkungen nicht durchführbar sind. Hinsichtlich technischer und rechtlicher Aspekte von E-Prüfungen verweisen wir auf die ständig aktualisierten Hinweise der Universitätsleitung und des SSC

Prüfungen und E-Prüfungen