ProFiL - Produktorientiertes und Forschendes Lernen in den Geisteswissenschaften

Das Zentrum Geisteswissenschaften unterstützt Lehrveranstaltungen, die Forschungs- oder Praxischarakter haben und produktorientiert arbeiten. Zur Unterstützung stehen Mittel aus dem Nachlass von Hilde Schuff bereit.
Mögliche Produkte sind z.B.: Ausstellungen oder Filme, Bilder, Podcasts und natürlich Texte, die zur Veröffentlichung geschrieben werden. 

Das Projekt will die Sichtbarkeit von Lehre erhöhen, und Möglichkeiten schaffen, die Ergebnisse studentischer Forschung in gemeinschaftlichen Formaten zu präsentieren. Ein Oberthema für jeweils zwei Semester schafft einen gemeinsamen inhaltlichen Bezugspunkt. Hierdurch wird Studierenden die Möglichkeit eröffnet, einen Themenkomplex aus verschiedenen disziplinären Perspektiven zu betrachten und die Relevanz der eigenen Studieninhalte und Studienergebnisse zu erfahren. 

  • Studierende erfahren die Relevanz ihrer Studienergebnisse
  • Studierende erleben die Multiperspektivität geisteswissenschaftlicher Forschung
  • Studierende erhalten die Gelegenheit, über Fachgrenzen hinaus mit Kommiliton*innen ins Gespräch zu kommen 
  • Studierende sammeln praktische Erfahrung mit Blick auf einen Arbeitsmarkt für Geisteswissenschaftler*innen
  • Präsentation der Ergebnisse studentischer Forschung
  • Erhöhung der Sichtbarkeit von Lehre


  • Produktorientierung
  • Forschungs- und / oder Praxischarakter
  • Beispiele: Ausstellungen, Posterpräsentationen, Texte, Filme, Bilder, Podcasts etc.

  • auf einer online-Plattform
  • bei einem jährlichen Studienkongress
  • weitere Präsentationen im Rahmen der Lehrveranstaltungen sind ebenfalls möglich
  • Oberthema für jeweils zwei Semester (WiSe und SoSe) ermöglicht gemeinsamen Bezugsrahmen der unterschiedlichen Fachperspektiven
  • Antragsberechtigt sind Lehrende und Studierende der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche 01 und 06 bis 10.
  • Förderfähig sind: Sachmittel u.a. für Material, Exkursionen, Ausstellungen, Tutorien, ggf. Lehraufträge. Personalmittel können nicht gefördert werden
  • Mittelbewilligung erfolgt semesterweise durch das Direktorium des Zentrum Geisteswissenschaften
  • Antragsformulare und –Einreichung über OLAT

Oberthema 2025/26: Konstruktionen von Kultur

  • Antragstellung für das SoSe 2026 ist abgeschlossen

Studienkongress "Konstruktionen von Kultur": 14.7.2026

Oberthema 2026/27: Freiheit und Grenzen

  • Anträge für das WiSe 2026/27 können bis zum 1. Mai 2026 eingereicht werden


Kontakt für Fragen und Hinweise:

Prof. Dr. Barbara Wolbring: wolbring@em.uni-frankfurt.de

Dr. Ulrike Wolf: u.wolf@em.uni-frankfurt.de


Antragstellung in OLAT


‚Kultur' ist ein vieldeutiger Begriff, denn er beinhaltet ein dynamisches Gefüge von Deutungen, Praktiken und Symbolen, das aktiv von Individuen und Gemeinschaften geschaffen, interpretiert und transformiert wird. ‚Kultur' ist damit Ausdruck sozialer und individueller Zugehörigkeiten und Weltdeutungen, bisweilen sogar Sinnstiftungen. Sowohl Dauer und ‚Tradition' als auch Dynamik und Innovation prägen kulturelle Erzeugnisse und Praktiken, zudem die historischen, sozialen und politischen Kontexte, in denen sie entstehen und sich weiterentwickeln. Den Konstruktionscharakter von Kultur(en) in den Blick zu nehmen, ermöglicht es, sowohl ihre Bindung an ‚traditionell' geformte und gleichzeitig dynamische soziale oder sprachliche Einheiten aber auch Eigenwert und Eigenlogik von Kulturtechniken in Kunst, Musik und Literatur sowie in sozialen, politischen und rechtlichen Ordnungssystemen zu betrachten.

Bildbestand





350 Gemälde sind Teil des Nachlasses von Hilde Schuff. Die Mehrheit stammt von den
Frankfurter Künstlerinnen Chunqing Huang und Corinna Mayer.
Die Bilder werden im Rahmen des Projektes erschlossen und können in Lehrprojekte integriert werden.






Abb.: „Wo es schön ist“; (c) Chunqing Huang, Foto: Wolfgang Günzel