GoetheSpektrum News, 26. Februar 2025
„Ein Basistipp ist, dass Schreiben eigentlich nicht alleine passiert“. Das Schreibzentrum der Goethe-Universität hat eine Studie zum Status Quo von Schreibzentren an deutschen Hochschulen veröffentlicht.
„In den USA gibt es Schreibzentren schon etwa seit den 1970er und 80er Jahren, und diese Idee wurde in den 1990er Jahren von Bielefeld und Bochum nach Deutschland importiert […], sodass es aktuell 146 Schreibzentren gibt.“
„Die Grundidee der US-amerikanischen Schreibzentren war: Wir beraten Studierende eins zu eins auf Peer-Ebene […]. In Deutschland werden inzwischen häufiger Workshops angeboten. Damit kann ich nicht nur eine größere Anzahl an Studierenden erreichen, sondern ich kann sie auch schon unterstützen, bevor die ersten Probleme auftreten.“
„20 Prozent der Schreibzentren forschen ja bereits. Es geht darum, die Arbeit unseres noch jungen Geschäfts zu fundieren […]: Welchen Kompetenzstand haben Studierende, wie wirken verschiedene Fördermaßnahmen, und welche Effekte hat unsere Arbeit letztlich?“
„Ja, im Grunde wollen wir Lehre langfristig verändern, deshalb richten sich Schreibzentren nicht mehr nur an Studierende, sondern auch an Lehrende. Kontinuierliche Schreibförderung in der Fachlehre kann breiter und nachhaltiger wirken als punktuelle extracurriculare Angebote für Studierende.“ (Nora Hoffmann, Leiterin des Schreibzentrums)