Erklärvideos in den Geisteswissenschaften

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Das Projekt "Erklärvideos in den Geisteswissenschaften" wurde von 2017 bis 2019 durch den eLearning-Förderfonds der Goethe-Universität anschubfinanziert und begann noch mit dem etwas unhandlichen Titel "Modulare Erklärvideos in multiplen Lehr-/Lernszenarien". Seit dem Auslaufen der eLF-Finanzierung wird es durch das Zentrum Geisteswissenschaften weitergeführt.

"Zeitgemäßes Lernen und Lehren ist heute selbstverständlich um digitale Szenarien erweitert."
(Leitbild Digitale Lehre der Goethe-Universität)

Was wir tun

Im Rahmen des Projektes produzieren wir modular aufgebaute, kurze Erklärvideos für die geisteswissenschaftliche Grundlagenlehre. Wir unterstützen Lehrende der Goethe-Universität hinsichtlich der Konzeption von Drehbüchern und beraten sie im Schreibprozess. Für die Produktion und Post-Produktion der Videos bieten wir Unterstützung an und kooperieren u.a. mit der Abteilung Medientechnik des HRZ. In gemeinsamen Workshops haben wir mit Lehrenden aus den Geisteswissenschaften bedarfsorientiert Themenvorschläge für Erklärvideos gesammelt und diskutiert. Dabei wurde über geeignete videografische Formate (Realfilm, Legevideo, Screencast...) und mediendidaktische Aspekte diskutiert. Die bisher veröffentlichten Videos finden sie in unserem Kanal im Videoportal der GU.

Warum Video?

YouTube ist, laut einer aktuellen Studie des Rats für kulturelle Bildung "inzwischen ein fester, ganz selbstverständlicher Bestandteil des Alltags von fast allen Jugendlichen." 86% der befragten 12-19jährigen nutzt YouTube - und mit zunehmendem Alter steigt diese Nutzungsrate weiter an. 70% nutzen die Plattform für Hausaufgaben und zur Wiederholung von schulischen Inhalten. Nun ist Schule nicht gleich Universität, aber es ist wohl kaum so, dass das Mediennutzungsverhalten bei Einschreibung für ein Studium "resettet" wird. Wir können also davon ausgehen, dass auch Studierende auf Videoplattformen recherchieren, wenn sie Inhalte nicht verstanden haben. Darauf sollten wir reagieren, denn verhindern können wir es ohnehin nicht, es uns aber wohl zu Nutze machen (siehe hierzu auch Jürgen Handkes FAZ-Beitrag Wege aus der digitalen Steinzeit, online akt. 10.10.2019). Zudem sprechen viele didaktische Aspekte und Vorteile des Mediums Video für eine Nutzung in der Hochschullehre - aber eben mit klaren didaktischen Szenarien und jenseits der bisher vor allem versuchten Angebote von Lehrveranstaltungsaufzeichnungen.

Projektziele

Das Projekt verfolgt drei gleichranginge Ziele:

  • die Produktion modular aufgebauter, kurzer videographischer Lerneinheiten, die in unterschiedlichen didaktischen Lehr-/Lernszenarien eingesetzt werden können und idealerweise fachübergreifend einsetzbar sind
  • die Erprobung von Microlearning-Einheiten und Erklärvideos in der geisteswissenschaftlichen Lehre
  • die Befähigung und Schulung von Lehrenden zur Konzeption von videographischen Lerneinheiten, auch über dieses Projekt hinaus

Denn wir glauben, dass die nötigen Veränderungen im Zuge der Digitalisierung von Lehre vor allem sukzessive, durch positives Vorleben, also "Vorlehren" durchgesetzt werden müssen und dass dies auch einer fächerübergreifenden interessengeleiteten Vernetzung bedarf.

Themen (z.T. noch offen)

  • Wie bereite ich mich auf eine Seminarsitzung vor?
  • Wie lese ich einen wissenschaftlichen Text?
  • Wie halte ich ein gutes Referat?
  • Was ist ein Plagiat und wie vermeide ich unabsichtlich zu plagiieren?
  • Wie finde ich geeignete Literatur?
  • Wozu dienen Fußnoten und welche Informationen gehören in ein vollständiges Literaturzitat?
  • ...

Diese und ähnliche Fragen bereiten Studienanfänger*innen Probleme und Lehrende müssen viel Zeit in und neben den Sitzungen verwenden, um Studierenden (basale) geisteswissenschaftliche Arbeitstechniken zu vermitteln. Hier wollen wir ansetzen und die Vorteile von eLearning-Inhalten nutzen, um Lehrenden ein weiteres Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das die eigene Lehre vielseitiger und flexibler werden lässt. Zudem kann, je nach didaktischem Szenario, durch den Einsatz von Erklärvideos auch zusätzlicher Raum in der wertvollen Präsenzzeit geschaffen werden, um beispielweise auch komplexe Fragen zu behandeln.


Projekt-Team:

Projekt-Idee und -leitung
Martin Stelte, M.A. | Starker Start, Zentrum Geisteswissenschaften

Antragsvorbereitungsgruppe
Dr. Hilja Droste | Kunstgeschichtliches Institut & Starker Start, Zentrum Geisteswissenschaften
Dr. Tim Geelhaar | Historisches Seminar
Dr. Peter Gorzolla | Historisches Seminar
Dr. Jakob Krebs| Institut für Philosophie
Dr. Dirk Wiegandt | Historisches Seminar

Ehemalige stud. Hilfskräfte
Natalie Mez | Starker Start, Zentrum Geisteswissenschaften
Janosch Warda | Starker Start, Zentrum Geisteswissenschaften
Peer Groß | Starker Start, Zentrum Geisteswissenschaften


Weitere Informationen, Talks, Präsentationen

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HFD-Summer School 2018

Lightning Talk "Erklärvideos in den Geisteswissenschaften" bei der Summer School des Hochschulforums Digitalisierung (25.-27. Juli 2018).


Lehrlabor SoSe 2018: Erklärvideos in der Lehre. Ein neues Instrument gezielt einsetzen

Mittwoch, 6. Juni 2018 von 10 c.t. bis 12 Uhr
Seminarhaus SH 0.106

Martin Stelte M.A.
(Zentrum Geisteswissenschaften)

Videogestützte Lehre ist kein Sonderfall mehr. Durch den gezielten Einsatz von Videos können Lehrende ihr didaktisches Portfolio bereichern und die Lernsituation von Studierenden verbessern.
Am Beispiel von kurzen Erklärvideos mit einer Spieldauer von (idealerweise) unter 6 Minuten wollen wir uns über mögliche und geeignete Videoformate, Einsatzszenarien und Produktionsbedingungen austauschen. Welchen Mehrwert kann ein Video bieten? Lohnt sich der Produktionsaufwand und wie schwierig ist es überhaupt, eigene Videos zu erstellen?

» Plakat mit allen Infos [PDF]


12. eLearning-Netzwerktag der Goethe-Universität 2017

Kurzpräsentation des aktuellen eLearning-Projekts des Zentrums Geisteswissenschaften auf dem eLearning-Netzwerktag der Goethe-Universität am 6.12.2017

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